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Aktuelles und Lesenswertes

Gänsehaut im Judenbad

Bei unserem KiGo-Ausflug vom 22. September 2018 in die Stadtkirche und ins Judenbad haben wir die wunderbare Akustik der Mikwe getestet. Hier können Sie sich anhören, wie das klingt:

 

Unser KiGo-Gänsehautmoment in der Mikwe
mikwe.mp3
MP3-Audiodatei [3.4 MB]

Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden 2017

 

Die Einladung zum Vorstellungsgottesdienst mit maskierten Konfirmand(inn)en sorgte für Fragen und Erwartungen. Die wurden am 21. Mai 2017 dann aber voll erfüllt, zum Sonntag Rogate (Betet!) hatten die Konfirmanden sich sogar ein eigenes Glaubensbekenntnis einfallen lassen. 

Die Gemeinde sah statt des Altars einen mit schwarzen Tüchern verhängten Kasten und die Fenster im Altarraum waren schwarz verhängt. Nach der Begrüßung durch die "Konfirmandenpfarrer" Hilmar Gronau und Christian Brost musizierten und sangen die Konfirmanden, beteten Psalm 104 "Von Gott will ich erzählen und kamen dann bald zum Schwarzlichttheater.

Zu sphärischen Klängen von Julian Markof am Keyboard erlebten die Besucher eine geradezu magische Interpretation der Schöpfung, in deren Rahmen ein Feuerwirbel so langsam zu Wolken, Gestirnen und schließlich Pflanzen und Tieren wurde, bis der Mensch erschien und nach dem Apfel griff.

Im "Fauerbach-Ossenheimer-Glaubensbekenntnis" nahmen die Konfirmand(inne)n Bezug auf die moderne Zeit und brachten gleichzeitig Fragen und Zweifel so zum Ausdruck, wie wir sie selbst vielleicht auch immer wieder durchleben.

Da passte das Lied "We shall overcome" perfekt und bereitete den Weg zu Fürbitten und dem "Vater unser", bevor das Lied "Herr, wir bitten, komm' und segne uns" (EKG 590) auch diese wichtige liturgische Handlung vorbereitete, die von zwei Konfirmanden ausgeführt wurde.

Mit dem Vortrag des Liedes "Wenn Sie tanzt, ist sie woanders" von Max Giesinger dankten die Konfirmand(inn)en ihren Eltern auf einducksvolle Weise - ein Vorstellungsgottesdienst der ganz besonderen Art, der zu Recht viel Beifall gefunden hat. Wir danken unseren Konfirmanden!

 

 

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Informationen zum Kirchenjahr - OSTERN

Die Fastenzeit steht für die österliche Bußzeit (Kirchenfarbe: violett). Sie beginnt am Aschermittwoch und endet in der Osternacht. Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, die als besonderer Abschnitt gilt – mit Gründonnerstag (das Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern) und Karfreitag (Kreuzigung Jesu).

Ostern ist im Kirchenjahr ein beweglicher Festtermin: es ist der 1. Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn (21. März). Deshalb ist auch die davor liegende Fastenzeit beweglich.

In Bezug auf das Fasten Jesu in der Wüste (Mt. 4,2) wurde die Länge der Fastenzeit auf 40 Tage und Nächte festgelegt. Die 40 Einheiten kommen in der Bibel mehrfach vor: 40 Jahre wanderten die Israeliten durch die Wüste (2. Mose 16,35), 40 Tage begegnete Mose Gott auf dem Berg Sinai (2. Mose 24,18), 40 Tage wanderte Elija zum Berg Horeb (1. Kön 19,8), 40 Tage fastete Jesus in der Wüste (Mt. 4,2); (Lk. 4,2) und 40 Tage nach der Auferstehung zu Ostern feiert die Kirche Christi Himmelfahrt (Apg. 1,3).

Karneval, Fastnacht und Fasching enden am Dienstag nach dem Sonntag Estomihi und die Fastenzeit beginnt mit dem folgenden Mittwoch, dem Aschermittwoch.

Die Fastenregeln haben sich im Laufe der Zeit verändert. Das Fasten gibt die Möglichkeit sich auf Wesentliches zu konzentrieren, Gott die Aufmerksamkeit zu widmen. Heute wird Fasten oft als Verzicht auf Annehmlichkeiten verstanden, z. B. als „Autofasten“ oder „7 Wochen Ohne“.

Die Fastenzeit war in der Alten Kirche auch eine wichtige Zeit für die Taufbewerber, die nur einmal im Jahr, nämlich in der Feier der Osternacht getauft wurden. In dieser Zeit intensiver Taufvorbereitung wurden sie eingeführt in den Glauben. In der heutigen Zeit, in der auch Erwachsenentaufen wieder häufiger vorkommen, finden in der Osternacht vielfach Taufen statt.

Für die sechs Sonntage in der Fastenzeit sind folgende lateinische Bezeichnungen üblich, die sich aus den Bibelstellen ableiten:

Invocavit – Er ruft mich, darum will ich ihn erhören. (Psalm 91, 15)

Reminiscere – Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit! (Psalm 25, 6)

Oculi – Meine Augen sehen stets auf den Herrn. (Psalm 25, 15)

Laetare – Freuet euch mit Jerusalem! (Jes. 66, 10)

Judica – Gott, schaffe mir Recht! (Psalm 43, 1)

Palmarum – Palmsonntag (Joh. 12,12–19)

Der Merkspruch lautet: „In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“. (Invocavit – Reminiscere – Oculi – Laetare – Judica – Palmarum).

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Der Theologe Heinrich Ardüser schrieb zu 1. Korinther, Vers 13:
 

Vergänglich ist`s. Doch EINES bleibt:
Die Liebe, das Geschenk von Gottes Herrlichkeit.

Wenn das Vollkommene dann herrschen wird,
hört Wissensstückwerk auf, und niemand irrt!
Als ich ein Kind war, sprach ich wie ein Kind,
war voll Kindesklugheit, wie Kinder eben sind.

Als ich erwachsen wurde, war`s damit vorbei,
ich sah vom Wissenswähnen mich nun frei.
Ich legte kindliches Gebaren ab, fand neu den Sinn,
dass ich zur Ehre Gottes hier auf Erden bin.

Noch sehen wir verschlüsselt, ein dunkles Spiegelbild,
bevor wir weilen werden froh im himmlischen Gefild.
Geheimnisvolle Bilder noch und manches ist nicht klar,
doch einst werd` ich`s erkennen, was verdüstert war.

Wenn ich den Herrn dereinst von Angesicht darf sehn,
dann werd` ich seine weisen Führungen verstehn.
Es bleiben schließlich Glauben, Hoffnung, Liebe, diese drei,
Gott lehrt mich, dass die Liebe die Größte unter ihnen sei.

Die Liebe kommt von Gott und seinem Sohn,
der für uns trug am Kreuz der Sünden Lohn.
Aus Liebe bahnt er uns den Weg in Gottes Reich,
oh Vater, nichts kommt deiner Liebe gleich!


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RÜCKBLICK auf frühere Aktionen:
 

Ordinationsjubiläum unseres ehemaligen Pfarrer Norbert-Hans Kirr

Himmelfahrt, 14. Mai 2015, 10 Uhr 30: Gottesdienst mit Dekan Guth

Familie Kirr mit Dekan Guth nach der Feier am 14. Mai 2015

Anlässlich eines feierlichen Gottesdienstes hat der Dekan die Verdienste des Pfarrers Norbert-Hans Kirr in Friedberg Fauerbach gewürdigt. Vor der vollbesetzten Kirche und in Anwesenheit der Kirchenvorstände von Fauerbach und Ossenheim und des Chores sprach er in seiner Predigt vom Segen, den das Segnen für die Kirche, die Mitarbeiter und die Gemeinde bedeutet. "Der Segen ist das Wichtigste, was der Pfarrer seiner Gemeinde mitgeben kann - Pfarrer Kirr hat 40 Jahre gesegnet, die Taufen und Hochzeiten ebenso, wie den täglichen Gottesdienst, die Kranken und schließlich auch die Trauernden. Dafür möchten wir ihm als Kirche auch ganz offiziell danken." Als Zeichen der besonderen Wertschätzung überreichte Dekan Guth ein handgefertigtes gläsernes Kreuz, wie es sonst in seltenen Fällen die verdienten Mitarbeiter im Dekanat erhalten. Nach dem Gottesdienst traf man sich vor der Kirche bei herrlichem Sonnen-schein zum Feiern bei leckeren Häppchen und zum Treff mit Weggefährten - wir wünschen uns, dass Familie Kirr dieses große Jubiläum für immer in bester Erinnerung behalten möge.
Stationen der 40 Jahre von Norbert-Hans Kirr als Pfarrer

wurde in der Gemeinde Schirkanyen im Kreis Kronstadt geboren, eine Landschaft, die sein Leben prägt. Nach einem einschneidenden Erlebnis entschied er sich zum Theologiestudium, denn ursprünglich wollte der gute Abiturient Norbert-Hans Mathematik studieren. Im Jahr der großen Überschwemmung in Siebenbürgen reiste er im Juni 1970 mit dem Zug zur Aufnahmeprüfung der Universität nach Klausenburg. Die Bahn musste vor einer Brücke halten, die vom Hochwasser weggerissen worden war. Mit offenen Lastwagen überführte man die Reisenden ans andere Ufer, doch plötzlich setzte ein schreck-licher Platzregen ein, der die Menschen auf dem offenen LKW völlig durchnässte. Die Erkältung, die sich Norbert Kirr zuzog, wurde zu einer schweren Lungenentzündung. Er konnte sich der Aufnahmeprüfung nicht stellen und kehrte enttäuscht und erschöpft nach Hause zurück. Sein Gemeindepfarrer aber sagte, das sei ein Fingerzeig Gottes, „er braucht Dich!“ Ab diesem Tag stand fest, dass Norbert-Hans Kirr Theologie studieren würde und er absolvierte seine Ausbildung an den theologischen Fakultäten in Hermannstadt und Klausenburg ohne zeitlichen Verzug.
Fünf Jahre nach der denkwürdigen LKW-Fahrt erfolgte die feierliche Ordination am 14. Mai 1975 in der Stadtkirche Hermannstadt Siebenbürgen durch Bischof Albert Klein. Mit dabei waren der Kirchenvorstand seiner ihm zugeteilten ersten Gemeinde von Seiburg und seine Angehörigen.

Pfarrer Kirr wirkte in der Gemeinde Seiburg von 1974 - 1977 und lernte in dieser Zeit die attraktive Erzieherin Herta aus dem Banat kennen, weil sie nach dem Studium in Siebenbürgen geblieben war. Sie wurde seine treue Lebensgefährtin und begleitet ihn seitdem auf allen Wegen.
In der Zeit in Seiburg kam Sohn Christian zur Welt, dann nahm Norbert Kirr am 29. Januar 1978 eine neue Stelle in Marienburg an der ehemaligen Residenzkirche des deutschen Ritterordens an, wo er bis 1984 wirkte.

Im Oktober 1984 trat Norbert-Hans Kirr mit seiner Familie die neue Stelle in Neudorf bei Schäßburg in Siebenbürgen an, doch die Arbeitsbedin-gungen für christliche Seelsorge wurden immer schwieriger. Deshalb entschloss er sich schweren Herzens seine geliebte Heimat zu verlassen und wandert mit seiner Frau Herta Anfang Mai 1990 zunächst nach Augsburg aus, wo er blieben konnte, bis er in die EKD übernommen wurde und wieder eine Pfarrstelle bekam.

Ab 1. September 1991 ging die Familie in den Westerwald, wo Pfarrer Kirr bis zum 31. Juli 2008 in Herborn-Hörbach wirkte.
Die nächste berufliche Herausforderung lockte im hessischen Friedberg, wo Pfarrer Kirr seit dem 1. September 2008 die evangelischen Kirchengemeinden in Fauerbach und Ossenheim übernahm, nachdem Familie Kirr schon im August 2008 das Gemeindefest besucht hatte.

Von 1995 bis 2009 wirkte Pfarrer Kirr im Vorstand des regionalen diakonischen Werkes Dillenburg-Herborn und war von 1996 bis 2008 Leiter der Verbandsvertretung der Diakoniestation Herborn.

Von 1991 bis 2011 gehörte zu seinem vielfältigen seelsorgerischen Aufgabenbereich auch das Halten der vier Wochenstunden Religion in der Grundschule.

Seit sechs Jahren ist der Jubilar Pfarrer Norbert-Hans Kirr auch im Vorstand des Gustav-Adolf-Werkes der ev. Kirche Hessen und Nassau aktiv.
Wir freuen uns, dass wir Pfarrer Norbert-Hans Kirr so viele Jahre in unserer Gemeinde hatten und wünschen ihm und seiner Familie auch im Ruhestand von Herzen allzeit Gottes Segen, Glück, Lebensfreude und Gesundheit!

 

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Neujahrsgedicht

von Dietrich Bonhoeffer

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte uns're Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last,
ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen
das Heil, für das Du uns bereitet hast.

 

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern,
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus Deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann woll'n wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört Dir unser Leben ganz.

Lass warm und still die Kerzen heute flammen,
die Du in uns're Dunkelheit gebracht,
führ', wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.


Wieviel Kraft und Zuversicht sind in diesen Worten und die Bestätigung, dass wir auch in Zukunft geborgen sind!

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Dekan Volkhard Guth besucht den Kirchenvorstand
Am 24. Juni 2014 nahm Dekan Volkhard Guth an einer Kirchenvorstands-sitzung in Friedberg-Fauerbach teil, die ganz dem Thema "Unsere Kirche auf dem Weg in die Zukunft" gewidmet war.

Dekan Volkhard Guth (5. von links, sitzend), Pfarrer Norbert Kirr (2. von links, sitzend), Kirchenvorsteherin Erika Lipowicz (rechts neben Dekan Guth) und der Kirchenvorstand

Dekan Volkhard Guth ermunterte den Kirchenvorstand zu einer Positions-bestimmung für die gemeinsame Zukunft mit der Stadtkirche Friedberg und der Gemeinde in Ossenheim und empfahl die Einigung auf Wünsche für die Gemeindearbeit und das Setzen von Schwerpunkten im Verbund mit den anderen Gemeinden. Auf diese Weise könnten neue Großgemeinden entstehen, die den Gemeindegliedern die Vielfalt christlichen Lebens bieten.

Johannes Trapp ist jüngster Küster in Hessen
Die ARD-Hessenschau würdigte im Juni unseren Küster Johannes Trapp. Entstanden ist ein wirklich sehenswerter Film, in dem alle Beteiligten unsere Gemeinde sehr sympathisch vertreten - schauen Sie mal rein:

http://www.youtube.com/watch?v=RtKEpdrROzY
Schon im Aufmacher wies der Moderator darauf hin, dass dieses Engagement junger Menschen ungewöhnlich ist.

Im Beitrag selbst kamen alle zu Wort.
Johannes Trapp erklärte überzeugend, warum er die Aufgaben als Küster der Ev. Kirchengemeinde Friedberg-Fauerbach mit Begeisterung wahrnimmt.
Johannes Trapp nimmt seine Aufgabe als jüngster Küster in Hessen ernst.
Der Einsatz für die Gemeinde ist Familiensache - die Mutter von Johannes Trapp ist seit Jahren im Kirchenvorstand aktiv und "der Motor" vieler Aktivitäten der Frauen und bei Veranstaltungen.
Es lohnt sich, diesen schönen Fernsehbeitrag anzusehen - wir danken dem Hessischen Rundfunk für die Vorstellung von Johannes Trapp als jüngsten Küster in Hessen.

http://www.youtube.com/watch?v=RtKEpdrROzY

Colour4church am 21. Juni zum Fußball!
Gemeinsam Fußball sehen und mitfiebern macht Spaß -

deshalb war der Colour4Church-Gottesdienst am 21. Juni 2014 dem Thema Fußball gewidmet.

Es war ein trittfester Gottesdienst über Massengeschmack, Mannschaftsgeist und Magenbitter.
Die Frage, ob Jesus Fußball gespielt hätte, war der Beginn des Nachdenkens aus aktuellem Anlass, denn seine Lehre kommt in vielen Teilen des Fußballs vor: gemeinsame Ziele erreichen,Teamgeist, Einer für Alle, Alle für Einen, Fairness u.s.w.
Brasilien, das Land des Samba-Tanzes, ist Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft. Wie weit wird es unsere Mannschaft bringen? Das fragten sich alle, nachdem die Spieler aus Ghana mit ihrem Willen und Können dem Spiel eine ganz unerwartete Wende gaben.
Unerwartete Kontraste prägen auch das Land Brasilien: die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer mehr auseinander, soziale Unruhen sind auf der Tagesordnung. Das kam auch im Gottesdienst zur Sprache kommen und war auch Gegenstand der Fragerunde nach der Predigt von Pfarrer Gerrit Boomgaarden.
Möge der Bessere im Fußball gewinnen, möge Gerechtigkeit im Lande siegen – das waren Botschaften, die alle unterstützen, die mit dabei waren.

Der Nachmittag begann um 16.30 Uhr mit einem gut besuchten Konzert der Schüler der Grundschule Friedberg-Fauerbach in der Turnhalle.
Um 18.00 Uhr begann Colour4Church mit der Band „Reflex" aus Ehrings-hausen, inzwischen waren rund 100 Besucher gekommen. Pfarrer Gerrit Boomgaarden aus Rosbach sprach auch zum Thema der Bedeutung von gemeinsamen sport-lichen Aktivitäten und des Gemeindelebens und machte deutlich, dass wir dankbar dafür sein dürfen, dass die gesell-schaftlichen Kontraste in Deutschland nicht so ausgeprägt sind, wie in Brasilien.
Anschließend traf man sich zum Grillen an der Turnhalle Fauerbach, das von der Gemeindejugend, unserem jungen Küster Johannes Trapp und einigen engagierten Familien aufs Beste vorbereitet war und um 20.00 Uhr begann das "Public Viewing", das gemeinsame Fernsehen, mit dem Spiel Deutschland gegen Ghana, das mit seiner Spannung so manchen Zuschauer fast auf die Folter spannte. Am Ende stand ein faires Ergebnis, dass man auch christlicher Sicht sogar begrüßen kann: es bewahrte die Ghanaer vor der verfrühten Heimreise und einem ungewissen Sportler-Schicksal in ihrer Heimat, denn der dortige Fußballverband hatte angedroht, die Spieler nicht nur nicht zu bezahlen, sondern sie auch nicht mehr als Nationalspieler einsetzen zu wollen. Ghana trennte sich von Deutschland nach einem ebenbürtigen Spiel von Weltklasse - eine Botschaft, die man auch in Ghana mit großer Anerkennung vernommen hat.

KONFIRMANDEN 2014
Die Konfirmation am Sonntag Rogate, dem 25. Mai 2014, bescherte den 17 Konfirmanden eine bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche und einen gelungenen Gottesdienst mit Eltern, Angehörigen und Freunden.
Die Ev. Kirchengemeinde Friedberg-Fauerbach wünscht ihren Konfirmanden 2014 mit ganz herzlichem Dank viel Glück und allzeit Gottes Segen auf allen ihren Wegen!
Wir wünschen unseren Konfirmanden allzeit Gottes Segen und alles Gute für ihre Zukunft!
Sonnenaufgang Heiligabend 2013

Wer an Heiligabend 2013 früh unterwegs war, konnte einen Sonnenaufgang sehen, der die ganze Verheißung in Christi Geburt mit goldenen Farben deutlich machte. Die Sonne geht auf, sie geht uns immer auf. Allen. Sie ist so verlässlich, dass wir am Abend schon gewiss sein dürfen, dass sie uns am nächsten Morgen wieder begrüßen und durch den Tag begleiten wird. Mit der Sonne werden Glaube und Hoffnung täglich lebendig - sie ist über uns, ganz gleich, wie es uns geht, was wir tun und wo wir sind.

Die Sonne ist ein Symbol für die Verlässlichkeit der Schöpfung. Am 21. Dezember war Winter-Sonnenwende - ab jetzt werden die Nächte wieder kürzer. So verbindet die Sonne für uns auch die Hoffnung, dass der Winter eines Tages wieder dem Frühjahr weichen und der Himmel uns wieder ein sonniges neues Jahr schenken wird.

Mit Christi Geburt ging die Sonne auf - der Stern von Bethlehem war das Zeichen, Gottes Sohn aber erfüllte Hoffnung und ist seitdem gelebter Glaube.

Lassen Sie uns dankbar sein für die Schöpfung, dankbar für Christi Geburt und dankbar für unsere Gemeinschaft. Der Sonnenaufgang zu Heiligabend ist unser aller Zeichen, dass Gott immer für die Menschen da ist - eine wunderbare und tröstlicher Gewissheit zu Weihnachten!

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Wir sind Christen, weil Gott uns angenommen hat und uns seinen Geist gibt, dass wir als Kinder Gottes um seinen Beistand wissen.
Folgende Worte verdeutlichen das:

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade zu den schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?

Da antwortete er: Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.

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Jesus - ein Kind wie alle andern...

An diesem kalten Winternachmittag sah man auf der Hauptstraße in Fauerbach einen bärtigen Mittdreißiger, an dessen Hand ein sehr junges, vielleicht fünfzehnjähriges Mädchen ging. Die war offensichtlich schwanger. Herr Müller beobachtete das merkwürdige Paar schon eine ganze Weile, wie sie langsam gingen, jedes Haus betrachteten und überall klingelten, aber offensichtlich abgewiesen wurden. "Was suchen die beiden hier?", dachte er gerade, als es an seiner Tür klingelte. "Guten Tag, wir sind Joseph und Maria und suchen eine Bleibe zum Übernachten, denn wir sind nicht von hier und meine schwangere Frau braucht dringend einen warmen Platz zum Ausruhen", sagte der junge Mann freundlich. "Das wäre ja noch schöner", dachte Herr Müller, "wer weiß, was dahinter steckt. Die bringen doch nur Ärger." Laut fragte er: "Und Sie beide sind verheiratet und bekommt ein Kind?" Der freundliche Mann antwortete: "Ja, meine Frau Maria ist schwanger. Haben Sie ein Gästezimmer, bis wir etwas anderes gefunden haben?" Das geht leider nicht, sagte Herr Müller und schloss die Tür. Noch während die beiden durchs Hoftor gingen, rief er die Polizei an und berichtete über das merkwürdige Paar, das vielleicht irgendwo ausgerissen war.
Die Polizeistreife entdeckte die beiden sehr schnell, als sie aus einem anderen Haus kamen, kontrollierte die Papiere des Schreiners Josef aus Gera und seiner jungen Frau Maria aus Magdala. "Sie sind ja erst 15", erstaunte sich Polizeimeister Sander, "wissen denn Ihre Eltern, dass Sie hier unterwegs sind?" Als Maria dies verneinte, fuhr man gemeinsam in den Grünen Weg auf die Wache. "Warum behaupten Sie, Josef sei nicht der Vater Ihres Ungeborenen?", fragte ungläubig Wachtmeisterin Berger im Einzelgespräch mit Maria. "Oder wollen Sie es nur nicht sagen, weil es ein anderer als Josef ist?" Als Maria beharrlich blieb, sie sei noch Jungfrau und es handele sich um eine göttliche Empfängnis und auch Josef dies trotzig bestätigte, zogen sich die Beamten kopfschüttelnd erst einmal zur Beratung zurück und suchten die Nummer der Psychatrie in Giessen heraus. Die Fakten waren klar: ein fast vierzigjähriger Mann, der behauptete, nicht der Vater zu sein, war mit einer schwangeren Minderjährigen unterwegs, die beharrlich alle Angaben zum Kindsvater verweigerte und deren Eltern nicht erreichbar waren. Warum zogen die beiden so planlos umher? Noch während man beriet, wie mit dem ungleichen Paar zu verfahren sei, setzten die Wehen ein - jetzt musste gehandelt werden.
Minuten später hielt mit zuckendem Blaulicht der RTW der Johanniter vor dem Gebäude und der eintreffende Notarzt leitete noch im Wagen die Geburt ein. Josef wartete nervös draußen in der Kälte. Wie durch ein Wunder ging alles ganz schnell. "Jesus", rief die erschöpfte aber frohe Maria, "das ist ja alles gut gegangen." "Darf ich zu ihr?", fragte Josef, als er die ersten Schreie des kleinen Jungen hörte und kletterte in den hell erleuchteten Krankenwagen. Vorsichtig nahm er Marias Hand und sagte leise: "Sei nun beruhigt, wir sind in guten Händen." Maria aber fragte: "Ob sie uns glauben werden, dass ich den lang erwarteten Heiland geboren habe?" Beruhigend lächelte der Notarzt, der das gehört hatte und sagte nachsichtig: "Natürlich ist das für Sie ein göttliches Kind - jetzt aber fahren wir erst mal ins Hochwald und weisen Sie für ein paar Tage ein. Ihr Mann kann ja, bis er ein Zimmer gefunden hat, bei Ihnen bleiben." Was für ein verrücktes Paar, dachten die Polizeibeamten, als der Krankenwagen langsam in der Frankfurter Straße verschwand. Man muss sie im Auge behalten und sollte nicht nur die Eltern des Mädchens verständigen, sondern auch die Zeitung, dass es in Friedberg das Wunder einer glücklichen Geburt im Sanitätsauto gegeben habe. Aber ach, wen interessiert denn das...
Noch bis in den frühen Morgen leuchtete das gelbe Licht des Fensters im Krankenhaus als einziges in die kalte Nacht - fast sah es so aus wie ein Stern über Bad Nauheim unter dem eine glückliche Frau schlafend ihr Kindchen neben sich hatte. "Das erste des neuen Tages", flüsterte Schwester Samara, als sie leise Tee, etwas Gebäck, eine Tulpe und das Begrüßungspaket der Stadt für junge Mütter auf den Nachttisch stellte.
Wer erfahren möchte, ob der kleine Junge Jesus eines Tages doch noch den Durchbruch als Heiland schafft, der sollte gespannt auf unsere Osterausgabe des Gemeindebriefs warten.

J.Hübner

Das Alte und Neue Testament

Die Bibel besteht aus zwei Teilen: dem Alten und dem Neuen Testament. Aus christlicher Sicht ist das Verhältnis zwischen dem Altem und Neuem Testament von großer Bedeutung. Dabei ist es fundamental, dass der Gott, den die Christen als den Vater Jesu und ihren Vater bekennen, kein anderer ist als der Gott Israels.

Die Folge ist, dass das Neue Testament nur dann recht verstanden werden kann, wenn berücksichtigt wird, dass es das Alte Testament voraussetzt. Die neutestamentlichen Schriften sehen das Alte Testament gleichsam durch diese Brille.

Zugleich wird ernstgenommen, dass das Neue Testament das Christusgeschehen, d.h. das Wirken, Leiden und Sterben sowie die Auferweckung und Erhöhung Jesu Christi, als Offenbarung Gottes bezeugt. Es ist ein Geschehen von einer vollkommen neuen Qualität. In Christus realisiert sich der auch im Alten Testament bezeugte Heilswillen Gottes.

Das Alte Testaments kann also nicht als abgeschlossene Offenbarung Gottes gelesen werden, sondern hat im Christusgeschehen seinen Fortgang.

Die Konsequenz für Christen ist, dass die Einheit der Heiligen Schrift als eine von Gott in Jesus Christus gesetzte Einheit begriffen wird.

Am 10. Sonntag nach Trinitatis, dem Israelsonntag, wird dieses Verhältnis unter dem Thema „Das Volk Gottes“ angesprochen - aber jederzeit können Sie es auch in der Bibel nachlesen. Sie ist das ewige Buch.

Wir wünschen Ihnen allzeit eine gesegnete Zeit!

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Colour4church fragte nach:

Unmoralisches Angebot – die Wahlversprechen. 

Am 3. November 2013 fragte der Colour4church-Jugendgottesdienst

Was ist Wahrheit aus reformatorischer Sicht? 

Für die musikalische Unterstützung konnte die Band Reflex aus Ehringshausen gewonnen werden, Pfarrer Uwe Wagner-Schwalbe aus Münzenberg bereitete das Thema aus biblischer Sicht auf, das zwei junge Gemeindemitglieder in ihrem Anspiel vorgestellt haben. 

Fauerbacher Herbstmarkt
Im Vorfeld des Gottesdienstes fand in der Grundschule Fauerbach ab 14.00 Uhr der „Fauerbacher Herbstmarkt“ statt, auf dem die Grundschüler und ihre Eltern Selbstgebasteltes und Leckereien anboten.
Das Thema des Gottesdienstes:
Wir haben gewählt. Wen haben wir gewählt? Was wird aus den Wahlversprechen? Sind die Politiker nicht alle so wie wir: wie das Fähnlein im Winde? Sind wir alle käuflich? 
Was für einen Preis müssen wir zahlen, wenn wir diese oder jene Partei gewählt haben?
Natürlich haben wir alle Prinzipien - oder hat einfach alles seinen Preis? Da wird der ehemalige Pazifist zum Pressesprecher eines Waffenherstellers, weil der Job so lukrativ ist, hat sich der Umweltschützer den Wagen mit vierzehn Litern Benzinverbrauch gekauft, weil das eben seiner Position entspricht, heuchelt der sonst so Aufrichtige Freundschaft, weil er sich von dem anderen, den er in Wirklichkeit eklig findet, Vorteile erhofft. Wir alle gehen Kompromisse ein, wenn wir uns davon persönlichen Gewinn erwarten. Und würden man nicht dem Steuerhinterzieher in der Nachbarschaft risikolos ein Alibi verschaffen, wenn er dafür 10.000 € gäbe? Was muss passieren, damit wir uns nicht mehr im Spiegel in die Augen schauen können? Oder gehört ein bisschen "Korruption" zum Leben. 
C4C fragte nach im Gottesdienst am Reformationsfest und die kleine Kirche in Fauerbach wurde wieder voll. Das Anspiel war diesmal sehr kurz: der Sohn fragt seinen Vater, ob er denn auch manchmal die Unwahrheit sage und alle erfahren, dass jeder ab und zu nicht bei der Wahrheit bleibt. Die Frage der echten Lüge, wie die nach dem Steuerhinterzieher, bleib außen vor, auch die, nach einem Leben in Heuchelei.
Pfarrer Uwe Wagner-Schwalbe war zunächst begeistert von der gut besetzten Kirche und nahm dann das Thema auf. Er erläuterte, was wahrhaftiges Leben bedeutet - und dass Unwahres vergeben werden kann, wenn die Menschen Einsicht zeigen und die Dinge richtigstellen, die sie verschwiegen oder auch durch Unwahrheit falsch dargestellt haben. Er legte auch dar, dass Lügen das Vertrauen erschüttern, etwas, das in der Politik derzeit sehr stark zu spüren sei. Und dass die Kirche immer ein Ort ist, zur Wahrheit zurück zu finden, auch in der Erfahrung der Wahrheit des eigenen Glaubens.

Die Band "Reflex" aus Katzenfurt spielte viele Lieder, die man dank der auf die Leinwand projizierten Texte auch Mitsingen konnte, doch oft war der Gesang deutlich leiser, als die sehr laut ausgesteuerte Musik.

Familie Klug bat anschließend unterm Zelt vor dem Eingang wieder zum Treff am Bistro und der selbstgemachte Punsch war ebenso lecker, wie der frisch gekelterte Apfelsaft aus eigenen Äpfeln und das frische Dinkelgebäck mit verschiedenen Geschmacksrichtungen. Ist es da ein Wunder, dass da Viele noch eine Stunde nach colour4church gemütlich beinander standen?

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Zu Martin Luther

Die großen Veranstaltungen zur Reformation durch Dr. Martin Luther stehen vor der Tür: 2017 und 2021. Das werden Megareformationsfeste werden: 500 Jahre Thesenanschlag und Martin Luther in Worms am Reichstag. In der Evangelischen Welt gibt es viele Vorbereitungen. Die einstige Bischöfin Margot Käßmann wurde zur Botschafterin der Reformationsjubiläen berufen. Dabei werden auch viele Gedanken diskutiert:
Man wirft Luther vor, er habe die Christenheit gespalten. Luther wollte keine Spaltung. Er wollte eine Reform innerhalb der bestehenden Kirche, wollte Missstände abstellen, wollte zurück zur Bibel und den Wurzeln des Glaubens. Er ist nie aus der katholischen Kirche ausgetreten und blieb auch Mönch bis zu seiner Verheiratung. Man warf ihn hinaus aus seiner Kirche.
Man verdammte alle seine Anliegen und Änderungen, um etliche von ihnen 400 Jahre später in der katholischen Kirche einzuführen. Ich denke an die Landessprache im Gottesdienst, die Beteiligung der Gemeinde durch das gemeinsame Kirchenlied bis hin zur Anerkennung eines strittigen Kernsatzes der Reformation: "Der Mensch wird durch den Glauben an Christus selig, nicht durch gute Werke".
Heute weiß die kirchliche Welt: Die Kirche ist in ständigem Wandel (Ekklesia semper reformanda). Sie hat sich den Herausforderungen zu stellen - und sie wird darin getragen vom Glauben an den einen Herrn: Jesus Christus.
Darin ist unsere Identität begründet. Darauf kann sich unser Leben aufbauen.
Gott segne uns!

Von der Dankbarkeit und den guten Eigenschaften

Der 14. Sonntag nach Trinitatis ist den guten Eigenschaften gewidmet.

Auf den Punkt gebracht wird das Thema vom Wochenspruch: Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. (Psalm 103, 2). Die Eigenschaft des Menschen, die Gottes Gaben und seine Güte nicht vergisst, ist die Dankbarkeit.

Vielleicht hat die Dankbarkeit in unseren Tagen ja gar keinen rechten Ort mehr. Vielleicht ist sie ja sozusagen überholt und eigentlich ganz überflüssig geworden. Es ist ja so vieles anders geworden in den letzten 100, 50 oder auch nur 20 Jahren. Heute hat kaum einer Zeit. Die Tage sind gefüllt mit 1000 Dingen und Verrichtungen. Die Arbeit lastet aus. Die Freizeit ist spärlich und der Mensch kommt in ihr auch kaum zur Ruhe. Entsprechend geht es mit anderen Dingen auch:
Wie ist es heutzutage mit Treue und die Verlässlichkeit? Muss man sich nicht darauf einstellen, dass es eher die Ausnahme ist, wenn zwei Menschen, die sich einander einmal versprochen haben, für immer beisammen bleiben oder auch nur länger als ein paar Jahre?
Menschen halten nicht Wort, sie tun einfach nicht, was sie zu tun versprochen haben.
Wie ist es mit Barmherzigkeit? Wen rührt noch das schlimme Schicksal des Mitmenschen? Gegen das ferne Leid, das im Fernsehen zu sehen ist, ist man immun geworden. Aber auch das Elend in der Nähe lässt viele kalt. „Der ist doch selbst schuld!“, wird gesagt. Oder: „Wenn die sich auch so blöd anstellt!“
Und die Demut könnte man nennen und dabei über den Wahn des Menschen sprechen, alles, war er sich vornimmt, auch machen zu können.
Auch die Ehrfurcht ist ein Stichwort, bei dem man sich über die Gentechnik und ihre noch gar nicht absehbaren Folgen unterhalten könnte. Und die Geschwisterlichkeit und die Nächstenliebe und die Einigkeit..!
Wie altmodisch klingen alle diese Wörter, überholt, dass man sie manchmal überhaupt nicht mehr versteht.
Gehört nun auch die Dankbarkeit zu diesen Dingen? Wohl ist das nicht zu leugnen. Gleichzeitig aber spürt man: So darf es nicht sein! Eigentlich dürfe ja nichts von dem verloren gehen, was aufgezählt ist. Damit würde aufgegeben werden, was Menschensein und schon gar Christsein ausmacht!
Die Dankbarkeit ist aber doch eine ganz besondere Sache! Zu ihr hat der Mensch die größte Veranlassung und die meisten Gründe: dankbar Gott gegenüber genauso wie gegenüber den Mitmenschen, die doch auch sehr viel für einen tun, aber selten oder nie ein Danke hören.
Es ist wichtig zu danken: lebenswichtig! Denn es ist einfach kein Leben ohne den Dank. Fehlt der Dank, sterben die Freude und das gute Einvernehmen zwischen den Menschen. Und Gott, freut sich, wenn der Mensch dankt.
Auch die Hoffnung und die Zufriedenheit hängen am Danken: Nur wer sieht und wahrnimmt, was er geschenkt bekommen hat, wird auch zuversichtlich sein können, dass Gott ihn auch morgen beschenkt und nicht im Stich lässt.
Deshalb: Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er Dir Gutes getan hat!

Konfirmanden mit großem Wissen

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden des Jahrgangs 2013 beeindruckten Anfang Mai bei ihrem Vorstellungsgottesdienst nicht nur mit großem Wissen, sondern auch mit ihrer Ernsthaftigkeit und der Qualität ihres Vortrags. Jede und jeder einzelne übernahm seine Aufgabe, aus dem Jahreskreis der Kirche, der Liturgiue, den wichtigsten christlichen Grundlagen und Regularien und der Bibel seinen Teil so vorzustellen, dass der Gemeinde in der gut gefüllten Kirche viele Dinge und Zusammenhänge in Erinnerung gerufen wurden, die manch einer schon vergessen haben mag.
Unter Leitung von Pfarrer Norbert Kirr gestalteten die Konfirmanden einen Sonntag-Gottesdienst, der mit Aufmerksamkeit verfolgt wurde und großen Anklang fand.
Zur Begleitung spielte der Posaunenkreis mit wirklich schönen Klängen und zu den moderneren Liedern im Jazz-Rythmus hätte man am liebsten nicht nur singen, sondern auch klatschen mögen. Dass Ilse Etzel an der Orgel die musikalischen Darbietungen zusammenführte, versteht sich fast von selbst - aber trotzdem dankte Pfarrer Kirr auch Ilse Etzel ganz besonders für ihren Einsatz an der Orgel und für die Kirchenmusik.
Beim abschließenden Zusammensein trafen sich die Angehörigen der Konfirmanden auch mit Vertretern der Kirchenvorstands und es war eine schöne, entspannte Vorfreude auf die Konfirmation zu spüren - eine große Auszeichnung für Pfarrer Norbert Kirr, der es verstanden hat, mit den jungen Menschen den wichtigsten Schritt ins christliche Leben so zu gehen, dass alle noch lange von diesem schönen Jahr mit ihrer Kirchengemeinde zehren werden.

Osterfeuer 2013 trotz Minusgraden ein Erfolg
Das Osterfeuer in der Nacht vom Samstag auf Ostersonntag ist inzwischen eine schöne Fauerbacher Tradition. Doch wie würde es 2013 sein, wo der Wetterbericht Frost angekündigt hatte? Im Karfreitagsgottesdienst riet Pfarrer Kirr den Konfirmanden noch einmal zu warmer Kleidung, und auch die Einladung an die Gemeinde schlug vor, sich warm anzuziehen.
Pünktlich um 20 Uhr brannte das Feuer und als um 21 Uhr rund 20 Besucher und sogar ein Redakteur der Wetterauer Zeitung versammelt waren, kamen auch nahezu alle (!) Konfirmanden - zwei hatten sich in der Zeit geirrt und kamen später.
Wer meinte, die jungen Christen würden bald der Kälte weichen, hatte sich geirrt: die ganze Nacht über waren immer neun bis 12 Konfirmanden am Feuer, die anderen dekorierten in der Sakristei eine famose Osterkerze, die die Gemeinde nun wieder durch's Kirchenjahr begleiten wird oder sie bereiteten die Liedblätter und Kerzen für den frühen Ostersonntags-Gottesdienst vor.
Die Konfirmanden aus Ossenheim und Fauerbach und Gäste am Osterfeuer in Friedberg Fauerbach

Um Mitternacht erschien die tapfere Mutter eines Konfirmanden mit selbstgekochter, dampfender Kartoffelsuppe und geschnittenen Würstchen, die mit großer Begeisterung gegessen wurde. Hilfreich war ein kleines Pagodenzelt, das die Wärme des Feuers im Rücken der Wachenden am Feuer speicherte und die Frostkälte abhielt.
Zwischendurch waren einige Konfirmanden eifrig mit Sägen und Zerkleinern des Brennholzes beschäftigt und am Feuer gab es die ganze Nacht angeregte Gespräche zu Leben, Glaube, Schule, Konfirmation, Jugend und natürlich auch Ostern.
Die Vorsitzende des Kirchenvorstands Erika Lipowicz (Mitte) kam mit Ute Kunz und Edda Kahlert vom Kirchenvorstand mit Brot, Eiern und Tee zur Vorbereitung des Agape-Ostermahls in der Kirche.

Ein willkommenes Geschenk war die dank Zeitumstellung auf Sommerzeit gesparte Nachstunde und manch einer war gespannt, ob die ersten Singvögel schon vor dem Ostergottesdienst um 6 Uhr zu hören sein würden. Und siehe: als sich der Himmel im Osten um etwa 05:30h aufhellte, erwachte die erste Amsel und stimmte ein Lied an, dem beim Eintreffen der Gläubigen zur Feier der Auferstehung bereits zu einem Konzert angewachsen war. Da spürten alle: unser Osterfeuer war auch wieder ein Zeichen der Wärme und des erwachenden Lebens! Christus ist auferstanden - er ist wahrhaftig auferstanden! Während Familie Etzel in der noch dunklen Kirche mit leisen Violinentönen den Gottesdienst stimmungsvoll einleitete, reichten die Konfirmanden mit kleinen Kerzen reichten das Licht der neuen Osterkerze von Reihe zu Reihe und alsbald erfüllte ein warmes Licht der Hoffnung und Freude die traditionsreiche Fauerbacher Kirche. Christus ist auferstanden - dies hat so mancher Osterfeuer-Besucher auch köperlich spüren und erfahren können. Wir danken allen Konfirmanden und allen, die mitgeholfen haben.

Die Fastenzeit
steht für die österliche Bußzeit (Kirchenfarbe: violett). Sie beginnt am Aschermittwoch und endet in der Osternacht. Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, die als besonderer Abschnitt gilt – mit Gründonnerstag (das Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern) und Karfreitag (Kreuzigung Jesu).
Ostern ist im Kirchenjahr ein beweglicher Festtermin: es ist der 1. Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn (21. März). Deshalb ist auch die davor liegende Fastenzeit beweglich.
In Bezug auf das Fasten Jesu in der Wüste (Matth. 4,2) wurde die Länge der Fastenzeit auf 40 Tage und Nächte festgelegt. Die 40 Einheiten kommen in der Bibel mehrfach vor: 40 Jahre wanderten die Israeliten durch die Wüste (2. Mose 16,35), 40 Tage begegnete Mose Gott auf dem Berg Sinai (2. Mose 24,18), 40 Tage wanderte Elija zum Berg Horeb (1. Könige 19,8), 40 Tage fastete Jesus in der Wüste (Matth. 4,2); (Lukas 4,2) und 40 Tage nach der Auferstehung zu Ostern feiert die Kirche Christi Himmelfahrt (Apostelgeschichte 1,3).

Karneval, Fastnacht und Fasching enden am Dienstag nach dem Sonntag Estomihi und die Fastenzeit beginnt mit dem folgenden Mittwoch, dem Aschermittwoch.
Die Fastenregeln haben sich im Laufe der Zeit verändert. Das Fasten gibt die Möglichkeit sich auf Wesentliches zu konzentrieren, Gott die Aufmerksamkeit zu widmen. Heute wird Fasten oft als Verzicht auf Annehmlichkeiten verstanden, z. B. im Rahmen der Aktionen „Autofasten“ oder „7 Wochen Ohne“.
Die Fastenzeit war in der Alten Kirche auch eine wichtige Zeit für die Taufbewerber, die nur einmal im Jahr, nämlich in der Feier der Osternacht, getauft wurden. In dieser Zeit intensiver Taufvorbereitung wurden sie eingeführt in den Glauben. In der heutigen Zeit, in der auch Erwachsenentaufen wieder häufiger vorkommen, finden in der Osternacht vielfach Taufen statt.

Für die sechs Sonntage in der Fastenzeit sind folgende lateinische Bezeich-nungen üblich, die sich aus den Bibelstellen ableiten:
Invocavit – Er ruft mich, darum will ich ihn erhören. (Psalm 91, 15)
Reminiscere – Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit! (Psalm 25, 6)
Oculi – Meine Augen sehen stets auf den Herrn. (Psalm 25, 15)
Laetare – Freuet euch mit Jerusalem! (Jes. 66, 10)
Judica – Gott, schaffe mir Recht! (Psalm 43, 1)
Palmarum – Palmsonntag (Joh. 12,12–19)
Ein guter Merkspruch für die Reihenfolge dieser Sonntage, den auch unsere Konfirmanden lernen, lautet: „In rechter Ordnung lerne Jesu Passion“. (Invocavit – Reminiscere – Oculi – Laetare – Judica – Palmarum).

Zum Thema Liebe
(siehe Schriftlesung aus 1. Kor 13) habe ich ein Gedicht von Erich Fried gefunden, das ich Ihnen gern weitergebe:

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft.
Es ist was es ist
sagt die Liebe.

Es ist Unglück
sagt die Berechnung.
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst.
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht.
Es ist was es ist
sagt die Liebe.

Es ist lächerlich
sagt der Stolz.
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht.
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung.
Es ist was es ist
sagt die Liebe.

Lesen Sie es gleich noch einmal, dieses Gedicht über die Kraft der Liebe. Vom Widerstreit der Gefühle. Und der Kraft der Liebe.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche,
Ihr Pfarrer
Norbert-Hans Kirr

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Hier ist eines der beliebtesten hessischen Weihnachtsgedichte. Es stammt aus der Zeit, zu der es noch Weihnachtsbaumständer mit Uhrwerk gab. Nachdem man es aufgezogen hatte, drehte sich der Weihnachtsbaum langsam um sich selbst und man hörte eine Spieluhr. Ob heute noch irgendwo ein solcher Christbaumständer existiert? Viel Spaß beim Vorlesen!

Der Chrisbaamstänner
von Ferdinand Happ

Wer immer uff seim Drehstuhl sitzt

un iwwer Zahlereihe schwitzt,

der lechzt als wie gehetztes Vieh
nach ere Stund voll Poesie.

Doch so e Sehnsucht stillt zum Glick

der Chrißbaamstänner mit Musik.
Davor da is kaa Geld zu schad:
Des is der rechtde Apparat,

so ganz geschaffe fors Gemiet,

wo merr was heert un aach was sieht.

Dem Schreiwer Kunz, dem fällts zwar schwer,

doch Worscht, der Stänner, der muß her!
Er hat sich gleich aan aageschafft

von allerstärkster Fedderkraft

un der Verkäufer steht em gut

for dreißig Tourn in de Minut -
mit Musik - laaft er awwer leer,
da leist er noch bedeutend mehr.
Bevor der heilige Awend kimmt,

werd im Familierat bestimmt,

daß erst, wanns dreimal hätt geschellt,

der Apparat wird losgestellt

von auße, mit rer lange Schnur,

daß selbst der Vadder noch kaa Spur

von dem Effekt voraus verpraßt,

uff den die ganz Familie baßt.
Weil nor en zielbewußter Mann

mit so Maschine umgeh kann,

da ließ der Kunz heut kaans so schnell
bis an sei Chrißbaamkarussel.

Sogar sei Fraa werd schließlich wild,

weil er in eimfort "Obacht!" brillt,

un da se net de Grund sieht ei,

butzt er im Zorn de Baam allei.
Als er mit Äbbel wohlbedacht

die Äst gefiegig sich gemacht,

da hat er streng ins Lot gericht

die Kerze mit ihrm Bleigewicht.

Un dann kimmt erst die ganze Last

von Zeug druff, was der Baam nor faßt:

vergoldene Niß un bunt Konfekt

un Dannezappe, gipsbedeckt
,
un widder Äbbel, klaa un groß,

der Jonas un de Nickelos,

Kanarievegel, Schmetterling

un Quittewerscht un goldne Ring

un Stern un Kugele von Glas,

Lametta un Gott waaß noch was.
Was mer sich winscht im kiehnste Traum,

des alles hängt er uff de Baum

un an de Spitz, da fliehn an Draht

drei Engel in ihrm Sonndagsstaat.
Dicht unnerm Baum, da kimmt die Kripp,

die Kenig hibb, die Herte dribb,

die Schaf deils mit, deils ohne Fieß,

dann rechts der Fraa ihr Teeservice,

die Nählad un die Lockescheer,

es Briefpapier un sonst noch mehr.
Un links gruppiert sich dann de Rest:

sei Schlappe un sei weiße West

un, weil der Platz dafor zu groß,

dem Mädche noch sei Unnerhos;

un uff die Stiehl dann vor dem Disch

die Boppestub un Boppekich,

de Hiehnerhof, de Ferdestall

un noch die Bleisoldade all.
Wie er des alles hat geschafft,

da zieht er noch mit Manneskraft

die Fedder uff, bis daß er denkt:

Jetz langts, sonst wird se abgesprengt.
Dann quetscht er sich der Dier enaus,

daß ja kaa Lichtstrahl dringt eraus,

schellt dreimal un gibt mit der Schnur

dem Baum Signal zur erschte Tour.
Die Kinner in ihrm Glicksgefiehl,

die hippe schon uff ihre Stiehl,

doch hält er se gewaltsam fest,

bis se ihr Lied erausgepreßt,
un obs en aach des Herz versprengt,

es wird en heut kaan Vers geschenkt.
Doch wie der letzte Ton verstummt,

da duhts, wie wann e Schmeißmick summt:

Es bumbert, klappert aach dabei,

der Mudder werds schon zwaaerlei

un ängstlich pischpelt schon der Groß:

"Ei kimmt dann aach der Nickelos?"
Der Kunz is selbst schon halb versteert,

weil nix merr von der Musik heert,

doch rieft er schneidig: "Liesje, Jean!

Jetzt guckt euch die Bescherung aa!"

Un drickt dann uff zu gleicher Zeit

die Gudstubdier sperrangelweit.
Doch wie er selbst eneivisiert

da steht er wie vom Schlag geriehrt,

denn, was er sieht im Lichterglanz,

des is de reinste Hexedanz:
Der Baam, der schnorrt erum akrat
als wie e richtig Feuerrad;

die goldne Engel alle drei,

die flitze grad nor so vorbei;

der Nickelos, der jägt ganz quer,

wie doll dem Jonas hinnerher.
Die Vegel fladdern angst un bang;

die Kerze flamme fingerlang;

un wie mit Rakete mit Gebraus

so fahrn uff alle Seide naus

die Äbbel, Niß un Bleigewicht;

merr maant, es käm des jingst Gericht.
Die Fraa, die reißt entsetzt derr gleich

die Kinner aus dem Schußbereich;

der Kunz, der stehnt noch:"Oh verflucht!"

worauf er gleichfalls Deckung sucht.
Un dorch de Dierspalt guckt er scheel:

Da bockt dem Melchior sei Kamel;

es hat en Schuß von hinne krieht,

daß bis bei die Herte flieht.
Un bums! – da schlägt mit schwerem Knall

en Abbel in de Ferdestall.

Der Kutscher in seim blaue Rock,

erunner muß er von seim Bock

un aach die neue blechern Chaise,

die wird vermeewelt bidderbees.
Padautz hat midde uff em Disch

ihrn Volltreffer die Boppekich;

die Spaasau, die merr dort serviert,

wird zu Atome demoliert.
Doch damit is noch lang net Schluß;
iIm Hiehnerhof sitzt jetzt en Schuß,

dass mancher Gockel, manche Ent

entsetzt sich von ihrm Brettche trennt.
Weil kaans sich an en hie getraut,

da schießt der Baam noch mehr ins Kraut

un schmeißt jetzt ohne Ziel un Wahl

die Wunnerkerze ins Lokal,

so dass dem Kunz sei Schlappepaar
im Nu der reinste Krater war.
Wie des dem Kunz sei Mädche sieht,

se pletzlich widder Lewe krieht:
Sie schlägt drei Kreuz, dann sterzt se los

un rett noch knapp ihr Unnerhos.

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Der Reformationstag erinnert uns nicht nur an den ersten Bibelübersetzer Martin Luther, sondern auch an seinen Umsturz, den er mit dem Anschlag der 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg in der katholischen Kirche herbei führte. Hier finden Sie einige seiner wichtigsten Thesen:

Die 95 Thesen Martin Luthers

Es wird immer mal wieder diskutiert, ob Martin Luther seine 95 Thesen am Vorabend zu Allerheiligen am 31. Oktober 1517 eigenhändig an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen hat, oder sie einem Pedell übergab, der dies vornahm. Doch diese Frage ist unerheblich. Tatsache ist, dass es für Veröffentlichungen zu dieser Zeit noch keine Druckwerke, Zeitungen oder Flugblätter gab. Deshalb war "der Aushang" der einzige Weg, Dinge öffentlich bekannt zu machen. Diese Einladung zur öffentlichen Diskussion ist eines der ersten Dokumente, das demokratisches Denken beweist - die Einbeziehung der Bevölkerung (griech. demos) in die Meinungsbildung zu damals aktuellen Kirchenfragen. Und dass dies geschehen ist, steht außer Frage: die 95 Thesen Martin Luthers haben die Reformation eingeleitet, aus der unsere evangelische Kirche hervorgegangen ist.

Kennen Sie die 95 Thesen von Martin Luther?

In Vorbereitung auf den Reformationstag stellen Ihnen hiermit die 95 Thesen Martin Luthers zur Verfügung, weil sie zeigen, wie christlich die Gedanken Martin Luthers waren. Dabei geht es heute nicht mehr um den sog. "Ablass-Handel", denn dieses Freikaufen von der Sünde hat die katholische Kirche nicht zuletzt wegen der Kritik Martin Luthers längst eingestellt.

Viel wichtiger sind die Thesen, die die Christen und die Kirche auffordern, für sich und andere verantwortlich in Nächstenliebe zu handeln und Buße zu tun, wenn man Fehler gemacht hat. Verantwortung übernehmen wird allenthalben öffentlich gefordert, aber nur selten tatsächlich eingelöst. Wir haben die Thesen zu Verantwortung und Buße für Sie halbfett markiert, um sie leichter finden zu können. Vielleicht sind sie eine gute Vorbereitung auf den Reformationstag? Die Hervorhebung ist nur eine Hilfe, die empfohlenen Thesen leichter zu finden.

Oben auf dem Plakat mit den 95 Thesen stand nachfolgende Einladung, sich in jeder möglichen Form an der Diskussion aktiv zu beteiligen:

Aus Liebe zur Wahrheit und in dem Bestreben, diese zu ergründen, soll in Wittenberg unter dem Vorsitz des ehrwürdigen Vaters Martin Luther, Magisters der freien Künste und der heiligen Theologie sowie deren ordentlicher Professor daselbst, über die folgenden Sätze disputiert werden. Deshalb bittet er die, die nicht anwesend sein und mündlich mit uns debattieren können, dieses in Abwesenheit schriftlich zu tun. Im Namen unseres Herrn Jesu Christi, Amen.

1. Indem unser Herr und Meister Jesus Christus spricht "Tut Buße" usw. (Matth. 4,17), wollte er, daß das ganze Leben der Gläubigen Buße sei.

2. Dieses Wort kann nicht von der Buße als Sakrament - d. h. von der Beichte und Genugtuung -, die durch das priesterliche Amt verwaltet wird, verstanden werden.
3. Es bezieht sich nicht nur auf eine innere Buße, ja eine solche wäre gar keine, wenn sie nicht nach außen mancherlei Werke zur Abtötung des Fleisches bewirkte.
4. Daher bleibt die Strafe, solange der Haß gegen sich selbst - das ist die wahre Herzensbuße - bestehen bleibt, also bis zum Eingang ins Himmelreich.
5. Der Papst will und kann keine Strafen erlassen, außer solchen, die er auf Grund seiner eigenen Entscheidung oder der der kirchlichen Satzungen auferlegt hat.
6. Der Papst kann eine Schuld nur dadurch erlassen, daß er sie als von Gott erlassen erklärt und bezeugt, natürlich kann er sie in den ihm vorbehaltenen Fällen erlassen; wollte man das geringachten, bliebe die Schuld ganz und gar bestehen.
7. Gott erläßt überhaupt keinem die Schuld, ohne ihn zugleich demütig in allem dem Priester, seinem Stellvertreter, zu unterwerfen.

8. Die kirchlichen Bestimmungen über die Buße sind nur für die Lebenden verbindlich, den Sterbenden darf demgemäß nichts auferlegt werden.
9. Daher handelt der Heilige Geist, der durch den Papst wirkt, uns gegenüber gut, wenn er in seinen Erlassen immer den Fall des Todes und der höchsten Not ausnimmt.
10. Unwissend und schlecht handeln diejenigen Priester, die den Sterbenden kirchliche Bußen für das Fegefeuer aufsparen.
11. Die Meinung, daß eine kirchliche Bußstrafe in eine Fegefeuerstrafe umgewandelt werden könne, ist ein Unkraut, das offenbar gesät worden ist, während die Bischöfe schliefen.
12. Früher wurden die kirchlichen Bußstrafen nicht nach, sondern vor der Absolution auferlegt, gleichsam als Prüfstein für die Aufrichtigkeit der Reue.

13. Die Sterbenden werden durch den Tod von allem gelöst, und für die kirchlichen Satzungen sind sie schon tot, weil sie von Rechts wegen davon befreit sind.

14. Ist die Haltung eines Sterbenden und die Liebe (Gott gegenüber) unvoll-kommen, so bringt ihm das notwendig große Furcht, und diese ist um so größer, je geringer jene ist.

15. Diese Furcht und dieser Schrecken genügen für sich allein - um von anderem zu schweigen -, die Pein des Fegefeuers auszumachen; denn sie kommen dem Grauen der Verzweiflung ganz nahe.
16. Es scheinen sich demnach Hölle, Fegefeuer und Himmel in der gleichen Weise zu unterscheiden wie Verzweiflung, annähernde Verzweiflung und Sicherheit.
17. Offenbar haben die Seelen im Fegefeuer die Mehrung der Liebe genauso nötig wie eine Minderung des Grauens.
18. Offenbar ist es auch weder durch Vernunft- noch Schriftgründe erwiesen, daß sie sich außerhalb des Zustandes befinden, in dem sie Verdienste erwerben können oder in dem die Liebe zunehmen kann.
19. Offenbar ist auch dieses nicht erwiesen, daß sie - wenigstens nicht alle - ihrer Seligkeit sicher und gewiß sind, wenngleich wir ihrer völlig sicher sind.
20. Daher meint der Papst mit dem vollkommenen Erlaß aller Strafen nicht einfach den Erlaß sämtlicher Strafen, sondern nur derjenigen, die er selbst auferlegt hat.
21. Deshalb irren jene Ablaßprediger, die sagen, daß durch die Ablässe des Papstes der Mensch von jeder Strafe frei und los werde.
22. Vielmehr erläßt er den Seelen im Fegefeuer keine einzige Strafe, die sie nach den kirchlichen Satzungen in diesem Leben hätten abbüßen müssen.
23. Wenn überhaupt irgendwem irgendein Erlaß aller Strafen gewährt werden kann, dann gewiß allein den Vollkommensten, das heißt aber, ganz wenigen.
24. Deswegen wird zwangsläufig ein Großteil des Volkes durch jenes in Bausch und Bogen und großsprecherisch gegebene Versprechen des Straferlasses getäuscht.
25. Die gleiche Macht, die der Papst bezüglich des Fegefeuers im allgemeinen hat, besitzt jeder Bischof und jeder Seelsorger in seinem Bistum bzw. seinem Pfarrbezirk im besonderen.

26. Der Papst handelt sehr richtig, den Seelen (im Fegefeuer) die Vergebung nicht auf Grund seiner - ihm dafür nicht zur Verfügung stehenden - Schlüssel-gewalt, sondern auf dem Wege der Fürbitte zuzuwenden.

27. Menschenlehre verkündigen die, die sagen, daß die Seele (aus dem Fegefeuer) emporfliege, sobald das Geld im Kasten klingt.
28. Gewiß, sobald das Geld im Kasten klingt, können Gewinn und Habgier wachsen, aber die Fürbitte der Kirche steht allein auf dem Willen Gottes.
29. Wer weiß denn, ob alle Seelen im Fegefeuer losgekauft werden wollen, wie es beispielsweise beim heiligen Severin und Paschalis nicht der Fall gewesen sein soll.
30. Keiner ist der Echtheit seiner Reue gewiß, viel weniger, ob er völligen Erlaß (der Sündenstrafe) erlangt hat.
31. So selten einer in rechter Weise Buße tut, so selten kauft einer in der rechten Weise Ablaß, nämlich außerordentlich selten.
32. Wer glaubt, durch einen Ablaßbrief seines Heils gewiß sein zu können, wird auf ewig mit seinen Lehrmeistern verdammt werden.
33. Nicht genug kann man sich vor denen hüten, die den Ablaß des Papstes jene unschätzbare Gabe Gottes nennen, durch die der Mensch mit Gott versöhnt werde.
34. Jene Ablaßgnaden beziehen sich nämlich nur auf die von Menschen festge-setzten Strafen der sakramentalen Genugtuung.
35. Nicht christlich predigen die, die lehren, daß für die, die Seelen (aus dem Fegefeuer) loskaufen oder Beichtbriefe erwerben, Reue nicht nötig sei.

36. Jeder Christ, der wirklich bereut, hat Anspruch auf völligen Erlaß von Strafe und Schuld, auch ohne Ablaßbrief.
37. Jeder wahre Christ, sei er lebendig oder tot, hat Anteil an allen Gütern Christi und der Kirche, von Gott ihm auch ohne Ablaßbrief gegeben.

38. Doch dürfen der Erlaß und der Anteil (an den genannten Gütern), die der Papst vermittelt, keineswegs geringgeachtet werden, weil sie - wie ich schon sagte - die Erklärung der göttlichen Vergebung darstellen.
39. Auch den gelehrtesten Theologen dürfte es sehr schwerfallen, vor dem Volk zugleich die Fülle der Ablässe und die Aufrichtigkeit der Reue zu rühmen.
40. Aufrichtige Reue begehrt und liebt die Strafe. Die Fülle der Ablässe aber macht gleichgültig und lehrt sie hassen, wenigstens legt sie das nahe.
41. Nur mit Vorsicht darf der apostolische Ablaß gepredigt werden, damit das Volk nicht fälschlicherweise meint, er sei anderen guten Werken der Liebe vorzuziehen.
42. Man soll die Christen lehren: Die Meinung des Papstes ist es nicht, daß der Erwerb von Ablaß in irgendeiner Weise mit Werken der Barmherzigkeit zu vergleichen sei.

43. Man soll den Christen lehren: Dem Armen zu geben oder dem Bedürftigen zu leihen ist besser, als Ablaß zu kaufen.
44. Denn durch ein Werk der Liebe wächst die Liebe und wird der Mensch besser, aber durch Ablaß wird er nicht besser, sondern nur teilweise von der Strafe befreit.

45. Man soll die Christen lehren: Wer einen Bedürftigen sieht, ihn übergeht und statt dessen für den Ablaß gibt, kauft nicht den Ablaß des Papstes, sondern handelt sich den Zorn Gottes ein.

46. Man soll die Christen lehren: Die, die nicht im Überfluß leben, sollen das Lebensnotwendige für ihr Hauswesen behalten und keinesfalls für den Ablaß verschwenden.
47. Man soll die Christen lehren: Der Kauf von Ablaß ist eine freiwillige Angelegenheit, nicht geboten.
48. Man soll die Christen lehren: Der Papst hat bei der Erteilung von Ablaß ein für ihn dargebrachtes Gebet nötiger und wünscht es deshalb auch mehr als zur Verfügung gestelltes Geld.
49. Man soll die Christen lehren: Der Ablaß des Papstes ist nützlich, wenn man nicht sein Vertrauen darauf setzt, aber sehr schädlich, falls man darüber die Furcht Gottes fahrenläßt.
50. Man soll die Christen lehren: Wenn der Papst die Erpressungsmethoden der Ablaßprediger wüßte, sähe er lieber die Peterskirche in Asche sinken, als daß sie mit Haut, Fleisch und Knochen seiner Schafe erbaut würde.
51. Man soll die Christen lehren: Der Papst wäre, wie es seine Pflicht ist, bereit - wenn nötig -, die Peterskirche zu verkaufen, um von seinem Gelde einem großen Teil jener zu geben, denen gewisse Ablaßprediger das Geld aus der Tasche holen.
52. Auf Grund eines Ablaßbriefes das Heil zu erwarten ist eitel, auch wenn der (Ablaß-)Kommissar, ja der Papst selbst ihre Seelen dafür verpfändeten.
53. Die anordnen, daß um der Ablaßpredigt willen das Wort Gottes in den umliegenden Kirchen völlig zum Schweigen komme, sind Feinde Christi und des Papstes.
54. Dem Wort Gottes geschieht Unrecht, wenn in ein und derselben Predigt auf den Ablaß die gleiche oder längere Zeit verwendet wird als für jenes.
55. Die Meinung des Papstes ist unbedingt die: Wenn der Ablaß - als das Geringste - mit einer Glocke, einer Prozession und einem Gottesdienst gefeiert wird, sollte das Evangelium - als das Höchste - mit hundert Glocken, hundert Prozessionen und hundert Gottesdiensten gepredigt werden.
56. Der Schatz der Kirche, aus dem der Papst den Ablaß austeilt, ist bei dem Volke Christi weder genügend genannt noch bekannt.
57.Offenbar besteht er nicht in zeitlichen Gütern, denn die würden viele von den Predigern nicht so leicht mit vollen Händen austeilen, sondern bloß sammeln.
58. Er besteht aber auch nicht aus den Verdiensten Christi und der Heiligen, weil diese dauernd ohne den Papst Gnade für den inwendigen Menschen sowie Kreuz, Tod und Hölle für den äußeren bewirken.

59. Der heilige Laurentius hat gesagt, daß der Schatz der Kirche ihre Armen seien, aber die Verwendung dieses Begriffes entsprach der Auffassung seiner Zeit.
60. Wohlbegründet sagen wir, daß die Schlüssel der Kirche - die ihr durch das Verdienst Christi geschenkt sind - jenen Schatz darstellen.

61. Selbstverständlich genügt die Gewalt des Papstes allein zum Erlaß von Strafen und zur Vergebung in besondern, ihm vorbehaltenen Fällen.

62. Der wahre Schatz der Kirche ist das allerheiligste Evangelium von der Herrlichkeit und Gnade Gottes.
63. Dieser ist zu Recht allgemein verhaßt, weil er aus Ersten Letzte macht. (Matth. 19,30; 20,16)

64. Der Schatz des Ablasses jedoch ist zu Recht außerordentlich beliebt, weil er aus Letzten Erste macht.
65. Also ist der Schatz des Evangeliums das Netz, mit dem man einst die Besitzer von Reichtum fing.
66. Der Schatz des Ablasses ist das Netz, mit dem man jetzt den Reichtum von Besitzenden fängt.
67. Der Ablaß, den die Ablaßprediger lautstark als außerordentliche Gnaden anpreisen, kann tatsächlich dafür gelten, was das gute Geschäft anbelangt.
68. Doch sind sie, verglichen mit der Gnade Gottes und der Verehrung des Kreuzes, in der Tat ganz geringfügig.
69. Die Bischöfe und Pfarrer sind gehalten, die Kommissare des apostolischen Ablasses mit aller Ehrerbietung zuzulassen.
70. Aber noch mehr sind sie gehalten, Augen und Ohren anzustrengen, daß jene nicht anstelle des päpstlichen Auftrags ihre eigenen Phantastereien predigen.
71. Wer gegen die Wahrheit des apostolischen Ablasses spricht, der sei verworfen und verflucht.
72. Aber wer gegen die Zügellosigkeit und Frechheit der Worte der Ablaßprediger auftritt, der sei gesegnet.
73. Wie der Papst zu Recht seinen Bannstrahl gegen diejenigen schleudert, die hinsichtlich des Ablaßgeschäftes auf mannigfache Weise Betrug ersinnen,
74. So will er viel mehr den Bannstrahl gegen diejenigen schleudern, die unter dem Vorwand des Ablasses auf Betrug hinsichtlich der heiligen Liebe und Wahrheit sinnen.
75. Es ist irrsinnig zu meinen, daß der päpstliche Ablaß mächtig genug sei, einen Menschen loszusprechen, auch wenn er - was ja unmöglich ist - der Gottesgebärerin Gewalt angetan hätte.
76. Wir behaupten dagegen, daß der päpstliche Ablaß auch nicht die geringste läßliche Sünde wegnehmen kann, was deren Schuld betrifft.
77. Wenn es heißt, auch der heilige Petrus könnte, wenn er jetzt Papst wäre, keine größeren Gnaden austeilen, so ist das eine Lästerung des heiligen Petrus und des Papstes.

78. Wir behaupten dagegen, daß dieser wie jeder beliebige Papst größere (Gnade) hat, nämlich das Evangelium, "Geisteskräfte und Gaben, gesund zu machen" usw., wie es 1. Kor. 12 heißt.

79. Es ist Gotteslästerung zu sagen, daß das (in den Kirchen) an hervorragender Stelle errichtete (Ablaß-) Kreuz, das mit dem päpstlichen Wappen versehen ist, dem Kreuz Christi gleichkäme.
80. Bischöfe, Pfarrer und Theologen, die dulden, daß man dem Volk solche Predigt bietet, werden dafür Rechenschaft ablegen müssen.
81. Diese freche Ablaßpredigt macht es auch gelehrten Männern nicht leicht, das Ansehen des Papstes vor böswilliger Kritik oder sogar vor spitzfindigen Fragen der Laien zu schützen.
82. Zum Beispiel: Warum räumt der Papst nicht das Fegefeuer aus um der heiligsten Liebe und höchsten Not der Seelen willen - als aus einem wirklich triftigen Grund -, da er doch unzählige Seelen loskauft um des unheilvollen Geldes zum Bau einer Kirche willen - als aus einem sehr fadenscheinigen Grund -?
83. Oder: Warum bleiben die Totenmessen sowie Jahrfeiern für die Verstorbenen bestehen, und warum gibt er (der Papst) nicht die Stiftungen, die dafür gemacht worden sind, zurück oder gestattet ihre Rückgabe,wenn es schon ein Unrecht ist, für die Losgekauften zu beten?
84. Oder: Was ist das für eine neue Frömmigkeit vor Gott und dem Papst, daß sie einem Gottlosen und Feinde erlauben, für sein Geld eine fromme und von Gott geliebte Seele loszukaufen; doch um der eigenen Not dieser frommen und geliebten Seele willen erlösen sie diese nicht aus freigeschenkter Liebe?
85. Oder: Warum werden die kirchlichen Bußsatzungen, die "tatsächlich und durch Nichtgebrauch" an sich längst abgeschafft und tot sind, doch noch immer durch die Gewährung von Ablaß mit Geld abgelöst, als wären sie höchst lebendig?
86. Oder: Warum baut der Papst, der heute reicher ist als der reichste Crassus, nicht wenigstens die eine Kirche St. Peter lieber von seinem eigenen Geld als dem der armen Gläubigen?
87. Oder: Was erläßt der Papst oder woran gibt er denen Anteil, die durch vollkommene Reue ein Anrecht haben auf völligen Erlaß und völlige Teilhabe?
88. Oder: Was könnte der Kirche Besseres geschehen, als wenn der Papst, wie er es (jetzt) einmal tut, hundertmal am Tage jedem Gläubigen diesen Erlaß und diese Teilhabe zukommen ließe?
89. Wieso sucht der Papst durch den Ablaß das Heil der Seelen mehr als das Geld; warum hebt er früher gewährte Briefe und Ablässe jetzt auf, die doch ebenso wirksam sind?
90. Diese äußerst peinlichen Einwände der Laien nur mit Gewalt zu unterdrücken und nicht durch vernünftige Gegenargumente zu beseitigen heißt, die Kirche und den Papst dem Gelächter der Feinde auszusetzen und die Christenheit unglücklich zu machen.
91. Wenn daher der Ablaß dem Geiste und der Auffassung des Papstes gemäß gepredigt würde, lösten sich diese (Einwände) alle ohne weiteres auf, ja es gäbe sie überhaupt nicht.
92. Darum weg mit allen jenen Propheten, die den Christen predigen: "Friede, Friede", und ist doch kein Friede.
93. Wohl möge es gehen allen den Propheten, die den Christen predigen: "Kreuz, Kreuz", und ist doch kein Kreuz.

94. Man soll die Christen ermutigen, daß sie ihrem Haupt Christus durch Strafen, Tod und Hölle nachzufolgen trachten
95. und daß die lieber darauf trauen, durch viele Trübsale ins Himmelreich einzugehen, als sich in falscher geistlicher Sicherheit zu beruhigen.

So weit diese Thesen von 1517 - wie gesagt, ihre wichtigste Kritik bezieht sich auf den längst eingestellten Ablasshandel. Aber deshalb sind sie heute nicht weniger wichtig. Denn Luther macht die Menschen darauf aufmerksam, dass sie ausschließlich selbst dafür verantwortlich, ob sie ein Leben in gegenseitiger Achtung und Nächstenliebe führen.

Bitte nehmen Sie diese Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers als kleine Anregung, über die Reformation in unserer modernen Zeit nachzudenken - oder als Hilfe, wenn in den nächsten Tagen über die Thesen und die Reformation diskutiert wird.

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Sonniges Erntedankfest

Der Gottesdienst am Erntedankfest in und um die Kirche in Fauerbach war bis auf den letzten Platz besucht und dank Abendmahl, Mitwirkung der Flötengruppe und des Gemeindechors so richtig festlich.
Der Bibelspruch für diese Woche lautete: „Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit“ (Ps. 145, 15).
Das Thema des Sonntags war: Verantwortung für die Gaben der Schöpfung. Wer Lob und Dank nicht vergisst, wird reich am Leben.
Die Schriftlesung aus dem Lukasevangelium, Kapitel 12, Verse 13 – 21 vom reichen Kornbauer erzählt, wie es dem geht, der sich nur auf seine Kraft und Leistung verlässt. Der Kornbauer ließ größere Speicher bauen, um seine reiche Ernte zu lagern, da wurde er krank und fragte sich: was bleibt und wofür?
Der Predigttext aus dem Jakobusbrief 2, 1 – 13 sagt, dass Gott alle Menschen liebt.
Das Thema wurde im Psalm 104 gelesen und durch die Lieder, die im Gottesdienst gesungen wurden, entfaltet.
Anschließend traf man sich in großer Zahl bei leckerer Suppe zum Gemeindefest im Garten der Kirche und genoss in der spätsommerlichen Sonne die Darbietung der Kinder-Flötengruppe.
Danke, für all die guten Gaben - danke, für jeden neuen Tag!
Pfarrer Kirr und unser junger Küster Johannes Trapp

Liebe Gemeinde und liebe Freunde der ev. Kirchengemeinde in Fauerbach!Solches kennen wir: Ach, ich tauge nicht dafür; denn ich bin noch zu jung. Ich bin zu unerfahren. Ich kann das nicht. Oder: ich bin nun zu alt dafür...
Kaum einer weiß, wenn's drauf ankommt, wie er's anfangen soll. Oder man traut sich nicht. Oder hat keine Lust - aber das ist schon überhaupt keine gute Ausrede!
Warum das so ist? Weil wir gebraucht werden und weil uns zu dem, wozu wir gebraucht werden, auch die nötige Kraft und die nötigen Fähigkeiten gegeben sind.
Was viele insgeheim diesen Gedanken entgegenhalten, kennen so manche aus eigener Erfahrung: Ich habe den Auftrag in einer bestimmten Situation gespürt. Ich wusste: Da musst du jetzt etwas sagen, das kann so nicht stehen bleiben oder dazu muss man einfach noch etwas wissen und in die Entscheidung einbeziehen. Und dann habe ich es gesagt, aber man hat über mich gelacht, mich als Spinner tituliert oder gefragt, was mich das eigentlich angehe. Am Ende habe ich mich ziemlich mies gefühlt und wollte mir schon schwören, mich nie wieder irgendwo einzumischen und zum Narren zu machen. Immer wieder aber habe ich es dann hinterher erlebt - vielleicht erst Wochen oder gar Monate später - dass ich noch einmal auf die Situation oder das, was ich da gesagt hatte, angesprochen wurde: „Das war gut, was du damals gesagt hast!“ – „Ich habe erst jetzt begriffen, wie das neulich von dir gemeint war.“- „Ich bin - obwohl ich mich zuerst über deine Worte aufgeregt habe - ihnen dann doch gefolgt und muss dir heute dafür danken!“
Gott traut uns eine Menge zu und gibt uns zu bedenken, dass er uns mehr zutraut als wir für möglich halten. Er steht uns auch bei, er hat Großes in uns investiert, und er lässt uns beim Reden oder Tun nicht allein!

Gott gebe uns Mut zum Handeln! Wir selber tragen den Segen davon – uns auch die anderen!

Colour4church als Sommerfest

Die Idee der Konfirmanden aus Fauerbach und Ossenheim von 2011, unter dem Begriff "Colour4church" mehr Farbe in den Gottesdienst und die Kirche zu bringen, lockte am 17. Juni 2012 weit mehr als 110 Besucher und Mitwirkendein den sommerlichenGartenvor unserer schönen alten Kirche in Fauerbach.
Das Thema: „Jesus auf Facebook?" - Ein göttlicher Abstecher in die Gegenwart

Gerade junge Menschen, wie unsere Konfirmanden fragen, was denn der mittellose Wanderprediger aus Nazareth, der alles aufgab, um den Menschen seiner Zeit von der Liebe Gottes zu erzählen, eigentlich mit der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts zu tun hat. Keine leichte Frage: Was würde Jesus den Menschen heute sagen, wie würde er auftreten, wen würde er ansprechen und wie würden seine Zuhörer reagieren? Dichter, Denker, Musiker haben ihn als Hippie, als Revolutionär, als Arzt, Politiker oder Drohprophet zurückkehren lassen. Aber Jesus auf Facebook?
Das „Colour4Church-Team“ aus Fauerbach und Ossenheim hatte eingeladen, über einen solchen modernen Auftritt Jesu nachzudenken. In einer Vorführung begrüßte Jo-Ann Andraczek als TV-Moderatorin in ihrem "Sport-Studio" die von Gemeindejugendlichen dargestellten Fußballgrößen Rummenigge und Hoeneß, die sich über das Fanverhalten bei den Spielen im Stadion unterhielten. "11 Freunde wollen wir sein", brachten die Studiogäste aus Fauerbach mit und man unterhielt sich darüber, wie Fans wahre Freunde sein können.

Die Predigerin Amélie Sinapius aus Reichelsheim stellte sich diesem Thema auch unter dem Aspekt des Verständnisses moderner Jugendsprache. Immer wieder lud sie die Gäste zum Mitreden ein und fragte: gibt es Möglichkeiten, die heute ebenso herausfordernd sind wie damals, mit denen Jesus heute auftreten würde? Haben sich manche seiner Gedanken erledigt? "Jesus hätte keine eigene face-book-Seite", provozierte sie, "seine Jünger und Anhänger würden dieses Medium in seinem Auftrg betreuen, so, wie sie damals seine Botschaft verbreitet haben". Ein Gottesdienst mit vielen Überraschungen und dem inzwischen schon bekannten "Kreuzverhör", in dem sich die Predigerin den Fragen der Gottesdienstbesucher stellte. Typisch für Colour4church ist auch das Gebet, für das alle Beteiligten ihre Bitten einreichen, die dann von Pfarrer Kirr vorgetragen und gebetet wurden.
Die Open-Air-Veranstaltung eines etwas anderen Sonntag-Abends mit dem Thema „Jesus auf Facebook?“ fand am 17. Juni um 18.00 Uhr bei schönem Sommerwetter um die Fauerbacher Kirche statt. Die Band „EKG“ aus Gronau begleitete den gut besuchten Gottesdienst musikalisch - und dann war ale vorbereitet für einen Abend mit Fussball, denn die Jugendlichen hatten eine große Leinwand zum Zuschauen vorbereitet.
Doch wie so oft quälte die Aktiven die Jagd nach Funksignalen und Fernsehton - es dauerte bis zur Halbzeitpause, bis an anderer Stelle im Garten endlich das Livebild aus Lemberg zu sehen war. Dann aber herrschte große Freude, denn das entscheidende 2:1-Tor fiel vor den versammelten Gästen.
Und dank der unermüdlichen Vorbereitungen von Famile Klug gab es kalte Getränke, Kaffee, kleine Küchlein und Blätterteigpastetchen, und die Jungs am Grill sorgten für einen leckeren Imbiss im knackfrischen Brötchen.
Dank lauer Temperaturen und gut gelaunter Gäste war der 17. Juni 2012 ein gelungener Colour4church-Sommerabend - und nachdem die Deutsche Nationalmannschaft auch noch siegreich vom Platz ging, hatten alle richtig viel Spaß. Wir danken allen Mitwirkenden und Gästen!

Der nächste Colour4church-Gottesdienst soll zum Reformationsfest stattfinden - der Wandel im Kirchenleben könnte das Thema sein.

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Unser Osterfest 2012

es war ein wunderschönes Osterfest, das ja anders, als der Wetterbericht angekündigt hatte, nur am Oster-Montag den von der Landwirtschaft ersehnten Regen brachte.
Es begann mit einem vorbereitenden Gottesdienst am Grün-Donnerstag und mündete in einen Gottesdienst am Karfreitag, dessen Liturgie von Lesungen und Gesang geprägt war.

Wunderbarer Zufall
Die aufwändige Liturgie am Karfreitag war ein Wechselspiel zwischen Bibellesungen aus dem Lukas-Evangelium, Orgelspiel und Liedgesang, der wiederum einerseits vom Gemeindechor unter Leitung von Ilse Etzel, andererseits von den Stimmen der Gemeinde getragen wurde.
Manch einem Gottesdienstbesucher fiel dabei auf, dass die entscheidende Bibelstelle der Kreuzigung aus Lukas 23, Vers 46 mit den Worten <<Jesus rief: "Vater, ich lege meinen Geist in Deine Hände!" Und mit diesen Worten starb er.>> durch wundersamen Zufall trotz der vielen Mitwirkenden und kleiner Stellpausen auf die Sekunde genau um 10 Uhr endete. In die beklemmende Stille hinein erklangen klar und mahnend die 10 Stundenschläge vom Kirchturm und berührten auf besonders eindringliche Weise in diesem Augenblick die Anwesenden - das Leiden Christi war körperlich spürbar geworden.

Osterfeuer in klarer, kalter Nacht
Nach diesem Gottesdienst trat in unserer kleinen, ehrwürdigen Kirche bis zur Osternacht Stille ein. Ab 20 Uhr am Ostersamstag kam ein Teil der Konfirmanden vor der von den Frauen in der Gemeinde schon für das Osterfest vorbereiteten und geschmückten Kirche zusammen, um die Osternacht vor dem Feuer zu wachen und das Symbol für Leben und Licht nicht erlöschen zu lassen.
Um 20 Uhr fanden sich viele Familien am Feuer ein und hörten, woher das Osterfest kommt und was uns dieses hohe christliche Fest heute bedeuten kann. Auch um 22 Uhr kamen noch einmal eine ganze Anzahl interessierter Gäste und sie blieben teilweise bis weit nach Mitternacht, zwei von Ihnen sogar bis zum traditionellen Früh-Gottesdienst um 6 Uhr morgens. Die Anwesenden sprachen auch über Leben und Tod und den Kreislauf des Lebens, das Wunder der Schöpfung und der Natur und die tiefe Symbolik der Wiederauferstehung als Hoffnung für alle Menschen.
Zwei Konfirmandinnen schufen die neue große Osterkerze mit Bildmotiven zum Abendmahl mit Wasser, Wein und Brot und zwischendurch gab es für die Anwesenden auch eine warme Suppe. Das Osterfeuer wurde von den anwesenden Konfirmanden und Helfern so wirksam geschürt, dass es den Anwesenden im Schutz eines kleinen Zeltes trotz einer Abkühlung der Luft auf Null Grad nicht kalt wurde.

Der Ostergottesdienst begann in der dunklen Kirche, in die die beiden Konfirmandinnen ihre Osterkerze brachten, von der aus dann vorbereitete Kerzen entzündet und in den Sitzreihen unter den Gläubigen verteilt wurden. Mit dem Ruf "Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden" eröffnete Pfarrer Kirr den Gottesdienst und in seiner Predigt ging es natürlich um den Segen, der durch das Leiden Christi und die Überwindung des Todes allen Menschen zuteil geworden ist.
Während sich die Anwesenden nach dem Gottesdienst in der aufgehenden Morgensonne traditionell zum kleinen Frühstück mit Osterei, Osterbrot und Getränk trafen, eilte Pfarrer Kirr schon weiter nach Ossenheim, wo wenig später der Ostergottesdienst in der schönen, in diesem Jahr sonnendurchfluteten Ossenheimer Kirche, begann.

Ostern 2012 war für uns alle ein gelungenes Fest, das uns Kraft und Hoffnung für das nun beginnende Frühjahr und den Sommer gegeben hat. Wir danken allen, die mitgewirkt und mit uns gefeiert haben!

Unsere Konfirmanden 2012:

Unsere Konfirmandengruppe 2012 ist sehr aktiv und an vielen kirchlichen Themen so interessiert, dass sie auch in vielen Gottesdiensten mitwirken. Unsere Konfirmanden sind:
Marvin Bohn, Marleen Groetsch, Jennifer Katrin Hauk, Enno Henry Janssen, Lisa Klingmann, Alisha Jasmin Mathes, Florian-Marc Mosterts, Janis Leon Schmidt, Sina Schmitt und Tatjana Schneider.
Wir freuen uns auf den Vorstellungsgottesdienst am 6. Mai 2012, anlässlich dessen die Gemeinde die Konfirmanden besser kennenlernen kann.

Rückblick auf den WELTGEBETSTAG unter dem Thema MALAYSIA am 3. März 2012 um 19.30 Uhr
Malaysia - ein wunderschönes Land mit vielen Reizen, aber auch vielen Problemen einer Gesellschaft, in der Arm und Reich immer mehr auseinander treiben und in der die Rolle der Frau vielfach noch von einem patriarchalischen Bild geprägt ist.

Es wurde auf beeindruckende Weise dargestellt, wie Familien in Malaysia leben, was Christentum für sie bedeutet und welch wichtige Rolle die Frauen auch in diesem Land haben. Der Welt-Gebetstag ist ein Abend der Information über das jeweilige Land mit Bildern, der Musik, Gebeten, Liedern und Gesprächen und war in Friedberg-Fauerbach auch ein Abend des Probierens der Küche, diesmal aus Malaysia.
Besonders einprägsam war der Auftritt der von Chorsängerin Brunhilde Sude dargestellten malaysischen Putzfrau, die anhand der im Saal dekorierten Gegenstände das christliche Leben in Malaysia so hinterfragte, dass die Zuhörer über das harte Leben in diesem Inselparadies nachzudenken hatten.

Traditionell war auch der "Eine-Welt-Laden" wieder geöffnet, der von Schokolade über Kaffee, Tee, Nüsse, getrocknetem Obst und Honig bis zu Wein und Säften wieder eine Vielzahl von Produkten aus fairem Handel anbot und guten Zuspruch fand.

Den Menschen hinter der Maske sehen - Der 2. Colour4church-Gottesdienst war wieder ein großer Erfolg.Der 2. Colour4church Gottesdienst war wieder ein großer Erfolg - deutlich mehr als 100 Gäste füllten die Kirchenbänke. Das Vorbereitungsteam wählte diesmal das Thema "Masken" aus und in einem kleinen Anspiel erlebten die Besucher, wie schnell es zu einer falschen Beurteilung kommen kann, wenn sich Menschen hinter einer Maske verbergen. Pfarrer André Witte-Karp aus Friedberg nahm das Thema auf und stellte zur Diskussion, in wie weit sich alle Menschen in ihrem Alltag "eine Maske aufsetzen", etwa, um im Beruf erfolgreicher zu sein oder auch gegenüber Mitmenschen und Partner mehr Chancen zu haben.

Die von den Fauerbacher und Ossenheimer Konfirmaden des Jahrgangs 2011 gemeinsam mit Pfarrer Norbert-Hans Kirr und einem Aktionsteam Colour4church gefundene Idee und Ausgestaltung entwickelt sich zum Erfolgskonzept, das mindestens 4 Mal jährlich besondere Themen von der Kirche in die Gemeinde tragen möchte. Dabei wurden sowohl der Name "Colour4church" - mehr Farbe im Gottesdienst - als auch das Logo und die Kozeption der Gottesdienste gefunden und gestaltet.
Man darf heute schon gespannt sein, welches Thema der 3. Colour4church-Gottesdienst am Sonntag, den 17. Juni 2012 in Friedberg-Fauerbach haben wird.

Allen sei herzlich Danke gesagt!